Robert Barbichon

Robert Barbichon

Biodynamischer Charakter Côte des Bar

Seit 2005 werden die Weinberge der Familiendomain biologisch bewirtschaftet und inzwischen von dem leidenschaftlichen und jungen Winzern Thomas Barbichon geleitet. Er steht der Natur nah und widmet sich neben einem biodynamischen Weinanbau mit besonderer Hingabe einer Traubenvielfalt. Seine Champagner drücken die Besonderheiten des Terroirs an der Côte des Bar aus: herrlich charakterstarke Champagner, saftig, fruchtig und ausgewogen.

  • 70% PN, 12% CH, 8% PM, 10% Pinot Blanc
  • Barrique & Edelstahltank
  • 9 Hektar
  • 35.000
Côte des Bar

Mitgliedschaften

Des Pieds & des Vins

Das Familiengut, das einst von Robert Barbichon gegründet wurde, befindet sich in Gyé-sur-Seine an der Côte des Bar und wird heute in 2. Generation von Thomas Barbichon und seinem Bruder geleitet. Die Brüder Barbichon kümmern sich um 17 verschiedene Parzellen, die sich über 9 Hektar Land erstrecken. Ein Großteil der Anbauflächen befindet sich in Gyé-sur-Marne und seinen Nachbardörfern Celles-sur-Ources, Courteron und Neuville-sur-Seine. Seit 2005 werden die Weinberge der Familie biologisch angebaut und sind seit 2007 Ecocert zertifiziert. Die Zertifizierung für den biodynamischen Anbau nach DEMETER, erhielt die Domain in 2012. Wie viele Weinberge an der Côte des Bar, sind diese mit einem Großteil an Pinot Noir Reben (74%) bepflanzt und werden von Chardonnay (12%), Pinot Meunier (8%) und der in der Champagne selten zu findenden Traubensorte Pinot Blanc (6%) ergänzt.

Nach ersten Erfahrungen bei dem biodynamischen Vorreiter Champagne Fleury, waren die Brüder Barbichon von der Wichtigkeit eines biologischen, ja sogar biodynamischen Weinanbaus überzeugt und setzten diese fortan auch für ihre Weinberge um. Thomas Barbichon verkauft einen Teil der Traubenernte an den Handel und findet Abnehmer wie Bruno Paillard sowie andere größere Häuser, die auf der Suche nach organisch angebauten Trauben sind. Von den durchschnittlich 38 Jahre alten Reben produziert Thomas Barbichon heute jährlich etwa 35.000 Flaschen.

 

Terroir & Keller

Der Weinanbau erfolgt nach dem Grundsatz der minimalen Intervention. Darüber hinaus folgt Thomas Barbichon einer strengen Selektion der Ernte und zeigt bezüglich der Qualität seiner Trauben keine Kompromisse. Thomas Barbichon fügt hinzu: „Die harte Arbeit in den Weinbergen stellt die Basis für einen guten Wein dar. Ohne gesunde und ausgezeichnete Traubenqualität wird kein Winzer —unabhängig wie talentiert er auch sein mag — in der Lage sein, guten Champagner herzustellen.“

Der Einsatz eines Pferdepfluges wird seit den letzten Jahren regelmäßig genutzt. Verstärkt wird dieser in den feuchten Jahreszeiten eingesetzt, da so eine präzise Arbeit auch zwischen den einzelnen Weinreben möglich ist, ohne dabei die Böden unnötig zu verdichten. Die südlich ausgerichteten Rebstöcke sind größtenteils in Böden aus Lehm und Kalkstein gepflanzt und durchschnittlich etwa 38 Jahre alt, wobei einige ältere bereits in 1953 gepflanzt worden sind.

Im Weinkeller wird getrennt in Edelstahl- oder Emailletanks vinifiziert und die Jungweine werden auf selektionierter, natürlicher Hefe für die alkoholische Gärung ausgebaut. Bis auf die Pinot Blancs, durchlaufen alle Weine die malolaktische Fermentierung, um so weicher und ausgewogener zu werden. Seit Kurzem vinifiziert Thomas Barbichon auch einige Parzellen in Eichenfässern, wodurch er die Intensität seiner Champagner erhöhen möchte. Diese Eichenfässer stammen größtenteils aus Meursault im Burgund oder aus der regionalen Fassherstellung Tonnellerie de Champagne. Ebenfalls zielt Thomas Barbichon darauf ab, die Besonderheiten der einzelnen Jahrgänge zu betonen und blendet seine Champagner daher nur mit einem geringen Anteil an Reserveweinen. Wie auch in den Weinbergen, möchte er so wenig wie möglich intervenieren und die Besonderheiten des Terroirs in Vordergrund stellen. Alle Weine werden im Frühjahr nach der Ernte in Flaschen abgefüllt und für mindestens 30 Monate auf feinen Hefen in den Kellern herangereift. Mit einer leichten Dosierung, verweilen die Champagner für weitere sechs Monate in den Kellern, bevor sie für den Markt freigegeben werden.